Ortsbeiratssitzung 05.10.2026 – Pressebericht
GELSDORF. TW. Die erste urkundliche Erwähnung von Gelsdorf feiert Jubiläum. Im kommenden Jahr wird es 1150 Jahre her sein, dass der damals bereits mit einer Kirche versehene Ort erstmals nachweislich erwähnt wurde. Für den Ortsbeirat, der jüngst unter der Leitung des stellvertretenden Ortsvorstehers Matthias Hänsch tagte, da Ortsvorsteher Hermann-Josef Dahlhausen aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung stand, ist das anstehende Jubiläum ein Festwochenende wert. Damit solle laut Hänsch auch der Zusammenhalt im Ort gefördert werden. Und darum soll die Dorfgemeinschaft auch in Planung und Durchführung eingebunden werden. Eine Terminidee gibt es auch schon, nämlich das letzte Augustwochenende 2027. Aber auch ist noch nicht in Stein gemeißelt, aufgrund der Hitze beim letzten Fest „660 Jahre Stadtrechte“ würden einige Ortsbeiratsmitglieder lieber später im Jahr feiern.
Nun soll bis Monatsende ein Flyer an alle Haushalte verteilt werden, der einen Aufruf für Ideen darstelle und zum Mitmachen einlädt. Dann können Rückmeldungen über die Gelsdorfer Internetseite getätigt werden. Vereine, Interessensgruppen und Nachbarschaften sollen das Fest im kommenden Jahr schließlich gestalten.
Was der Ortsbeirat auch beschloss: Ausgleichsmaßnahmen für Flächenversiegelungen sollten möglichst am Ort der Versiegelung stattfinden. Aus diesem Grund brachte die Gruppe der Gelsdorfer Bachpaten eine Idee zu Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Erweiterung des Raiffeisenmarktes im Gelsdorfer Industriegebiets um 1,2 Hektar ein. Michael Jenal schlug hierbei vor, Ufergehölzstreifen entlang des Altbachs anzulegen. Dort könnte quasi in Sichtweite der Erweiterungsbauten ein standorttypischer Auenstreifen mit heimischen Gehölzen entstehen, der auch Lebensraum für Vögel, Insekten und Amphibien bietet. Es müssten somit nicht einmal zusätzliche Agrarflächen zum Ausgleich ausgewiesen werden. Und um die Pflege würden sich die Bachpaten gemeinsam mit den Eigentümern und Pächtern der Flächen kümmern. Prinzipiell wurde die Initiative begrüßt, allerdings seien die Bauplanungen längst in vollem Gange und es werde wohl kaum zu einer Änderung und damit Neuausrichtung der Planungen kommen. Diese enthalten bereits festgelegte Ausgleichsflächen, berichtete der stellvertretenden Ortsvorsteher Matthias Hänsch. Da helfe es auch nicht, dass die Umsetzung der Erweiterung noch mindestens fünf Jahre dauern werde, was Peter Schmidt aus Gesprächen mit Raiffeisen-Mitarbeitern schloss. Auch für die geplante Erweiterung des Industriegebiets an anderer Fläche seien bereits Weinbergmauern im Ahrtal aus Ausgleich für die Versiegelung festgesetzt worden. Die Idee der Bachpaten aber will der Ortsbeirat für eine künftige Suche nach Ausgleichsflächen im Auge halten.




